DE

Lebkuchen und Nostalgie: Ausstellungspaar in Třešť 

AREAacz
Mehrere Lebkuchensterne und Kränze mit weißen Zuckermustern und Sternanis liegen dekorativ auf einem Holztisch.

Lebkuchen als Schmuck

Die eine Ausstellung trägt den Titel „Lebkuchen als Schmuck“ und widmet sich der kunstvollen Verzierung von Lebkuchen. Gezeigt werden Werke von Ph Dr.in Dana Holmanová, der Gründerin der ersten Lebkuchenschule Tschechiens. Als leidenschaftliche Lebkuchenbäckerin vermittelt sie nicht nur Rezepte und Techniken, sondern bewahrt eine Tradition, die als echter Familienschatz gilt.

Von Beruf ist Frau Dr.in Holmanová Literaturhistorikerin. Im Herzen jedoch ist sie Künstlerin, die das Verzieren von Lebkuchen zu einer Kunstform erhoben hat.

Ausstellungsimpressionen

Nostalgie

Die zweite Ausstellung mit dem Titel „Nostalgie“ zeigt Werke der Künstlerin Ramona Haubold, die bereits mehrfach im Museum ausgestellt hat. Ihre Bilder erinnern an alte Schwarz-Weiß-Fotografien oder an klassische Stillleben. Präzise Zeichnungen und Grafiken zeugen von großer Geduld und handwerklicher Perfektion.


Ramona Haubold stammt aus einer italienisch-deutschen Familie, lebte in Spanien und hat sich in Myslůvka nahe Telč niedergelassen. In ihren Arbeiten vereint sich deutsche Präzision mit italienischem Temperament. Ihre Themen reichen von Frauen über Autos und Motorräder bis hin zu Tieren – umgesetzt in Techniken von feiner Tuschezeichnung bis zu großformatigen Ölgemälden.


Ein besonderes Projekt der Künstlerin ist die Renovierung ihres Hauses in Myslůvka, das sie eigenhändig umgestaltet und damit ihr vielseitiges Talent unter Beweis stellt.

 

Fortführende Informationen:

Die Ausstellungen "Lebkuchen als Schmuck" und "Nostalgie" sind bis 1. Februar 2026 im Museum Třešť zu sehen.

 

Mehr zum Museum Třešť:

Das Museum Třešť wurde im Jahr 1892 gegründet und befindet sich seit 2003 im ehemaligen Wohnhaus des berühmten Ökonomen Joseph Schumpeter. Das Museum ist heute eine Zweigstelle des Muzeum Vysočiny Jihlava und bietet neben der Dauerausstellung „Die ausgestorbene Industrie von Třešt“ auch eine Schau zu Joseph A. Schumpeter, eine Krippenausstellung und lädt zur Besichtigung des Schlosszimmers und veranstaltet regelmäßig wechselnde Dauerausstellungen.